
Der Entwurf für das neue Maksimir-Stadion in Zagreb verbindet eine markante Fußballarena mit einem öffentlich zugänglichen Sport- und Landschaftsraum. Er knüpft an die offene, landschaftlich eingebundene Konzeption des historischen Stadions an und überträgt deren Leitgedanken in eine zeitgemäße Architektur. Gemeinsam mit den weiteren Sporteinrichtungen entsteht südlich des Maksimir-Parks ein neuer Park des Sports.
Das Stadion bietet 35.000 Zuschauern Platz und ist als Heimstätte von GNK Dinamo Zagreb und der kroatischen Nationalmannschaft konzipiert. Ein durchgängiger Unterrang und hufeisenförmig angeordnete Oberränge schaffen einen atmosphärisch dichten Innenraum. Im Bereich der Heimfans reicht die Tribüne bis unter das Dach und bietet mehr als 7.000 Safe-Standing-Plätze. Die Öffnung nach Norden macht den Maksimir-Park und das dahinterliegende Gebirgspanorama aus dem Stadion heraus erlebbar.
Dach und Fassade bilden eine gestalterische Einheit. Die leichte, facettierte Dachkonstruktion und das transluzente Fassadengewebe verleihen dem Baukörper eine durchlässige Erscheinung. Tageslicht und natürliche Belüftung prägen die umlaufenden Erschließungsebenen. Ein weit gespanntes Seiltragwerk mit Holz-Zwillingsstützen trägt das Dach. Bei Dunkelheit lässt die hinterleuchtete Hülle das Stadion als markantes Zeichen im Stadtraum erscheinen.
Grüne Parkinseln verzahnen die Sportbauten mit den Freiräumen. Rund 550 neue Bäume spenden Schatten, verbessern das lokale Klima und fördern die Biodiversität. Öffentlich zugängliche Fitness- und Bewegungsangebote beleben das Areal auch außerhalb der Veranstaltungszeiten. Ein Regenwasserkonzept nach dem Schwammstadtprinzip verbindet möglichst unversiegelte Flächen mit dezentraler Rückhaltung und Versickerung. So wird der Sportstandort zugleich als zusammenhängender Erholungsraum für die Stadt weiterentwickelt.


Datum:
24 | 09 | 2026
Auslober:
Stadt Zagreb
Standort:
Zagreb, Kroatien
Grösse:
139.860 qm BGF
Leistungen:
Architekturwettbewerb
Mitarbeit:
A.Lösekann, N.Tiemann, M.Wanitzek, W.Rosenberger, I.Bosenko, Y.Eisele , M.Kröowski, S.Martinetz, D.Miusova, M.Profazi, M.Otto
Planungspartner:
Freiraum: arbos landscape, Hamburg
Tragwerk: Fast + Epp, Darmstadt
Mobilität: ARGUS studio/, Hamburg
Energie: KAplus Ing.-Büro Vollert, Eckernförde
Visualisierung:
MOKA Studio, Hamburg






