
Das fast 50 Jahre alte Stadthaus in Bonn – ein typischer Verwaltungsbau der 60er Jahre – muss saniert werden. Unsere Ausgangsfrage war: Was hat sich bewährt und welche Aspekte haben nicht funktioniert? Auf dieser Grundlage haben wir ein Zukunftskonzept entwickelt, das die bisherige Schwäche der Gebäude – ihre Isolation – auflöst. Die Parkgarage, die bisher als Sockel aller sechs Türme dient und das Gebäude von seinem Umfeld abschottet, könnte weichen. So wären die Türme freigestellt und ein offenes Erdgeschoss könnte sich auf vielfältige Weise mit dem hinzugewonnenen Außenraum verzahnen und als Bindeglied zwischen Stadthaus und Stadtraum fungieren. Der Erhalt und die Aufstockung von fünf Türmen unter Wahrung ihrer gestalterischen Qualitäten und Hinzunahme einer nachhaltigen Energieversorgung, würde die Ursprungsidee der Bebauungszeit nicht nur aufgreifen, sondern wortwörtlich überhöhen. Das Mix-Use-Konzept aus Verwaltung, Wohnen, Kita, Pflege- und Versorgungseinrichtungen wäre die Grundlage für ein lebendiges, zukunftsfähiges Quartier. Der Neubau eines Turmhauses und die Differenzierung des Außenraums in Stadtplatz, Bürgergarten, Sonnentreppe und Spiellichtung würde nicht nur den unterschiedlichen Nutzungen dienen, sondern neue Verbindungen in die umliegende Stadt schaffen.


Datum:
28 |05 | 2026
Auslober:
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Standort:
Bonn
Leistungen:
nicht offener Wettbewerb | Anerkennung
Mitarbeit:
A.Lösekann, M. Otto, S.Martinetz, A.Korkisch, N.Tiemann
Planungspartner:
Objektplanung: 5BWS Generalplanung, Bonn | ppp architekten + stadtplaner, Lübeck
Freiraum: club L94 Landschaftsarchitekten, Ehrenfeld
Stadtplanung: Stadtplanung Zimmermann, Lindenthal
Tragwerk: Kempen Krause Ingenieure, Aachen
Technische Gebäudeausrüstung | Energieplanung: MNP Ingenieure, Lübeck
Visualisierung:
RendeRisch Architekturvisualisierungen






