
Mit der Erweiterung des denkmalgeschützten Ensembles der IGS Südstadt in Hannover zu einer dreiflügligen Anlage, wurden nicht nur der Masterplan von 1931/32 umgesetzt und innenräumliche Defizite beseitigt, sondern die Qualitäten des Bestands durch Umbau und Sanierung gestärkt. Heute verschmelzen Alt- und Neubau zu einem neuen Ganzen, in dem die vierzügigen inklusiven Ganztagsschule mit zwei Sporthallen sowie eine Kita für 70 Kinder Platz finden.Neuer Mittelpunkt der Schule ist die wieder hergestellte zentrale Halle, die als Mensa, Pausenhalle und Aula fungiert. Eine Besonderheit sind die Flure und Wandelhallen, die dank individueller Möblierung zum Lernen und Austausch außerhalb der Klassenzimmer einladen. Die barrierefreie Anlage vereint zeitgemäße funktionale, technische und energetische Standards (Neubau als Passivhaus, Bauteilsanierung EnEV 2014 -30 Prozent) mit einer auf Originalbefunden basierenden Gestaltung der Fassade, des Innenraums und der Außenanlagen. Der Umbau des Ensembles bietet nicht nur ein zukunftsorientiertes Lernumfeld, sondern integriert die Geschichte hinter den expressionistischen Backsteinfassaden fast beiläufig.




VOF-Wettbewerb:
10 | 2014 | 1. Rang
Baubeginn:
10 | 2018
Fertigstellung:
09 | 2023
Auftraggeber:
Landeshauptstadt Hannover, FB Gebäudemanagement
Standort:
Hannover
Grösse:
17.390 qm BGF
Bauwerkskosten:
35,6 Mio. €
Leistungen:
VOF-Wettbewerb | LP 1-9
Mitarbeiter:
Chr.Thiele, A.-K.Köhn, J.Rodriguez Castillo, S.Jörissen, T.Weustermann, L.Madsen, N.Hauptstock, M.Marx, P.Schittenhelm, T.Yildirim, M.Rüdiger
Planungspartner:
Tragwerk: Drewes + Speth, Hannover
Technische Gebäudeausrüstung: Carsten Grobe Passivhaus, Architektur- und TGA-Planungsbüro, Hannover
Elektro: Streese + Partner, Hannover
Energie: KAplus-Ingenieurbüro Vollert, Eckernförde
Küchenplanung: Hertwig-Kretzschmar AGK, Hannover
Raumakustik: AMT Ingenieurgesellschaft, Isernhagen
Freiraum: Büro für Freiraumplanung Christine Früh, Hannover
Fotos:
Stephan Baumann, bild_raum








